Fürstentum Germania II

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Die Welt ist klein.

Gestern unterhielt ich mich einige Zeit mit einem Journalisten und es stellte sich heraus, daß er gerade vor einigen Tagen das „Fürstentum Germania“ besucht hatte. Allerdings war er mehr zufällig dort, falls es Zufälle gibt, weil er ein Wochenendgrundstück in Krampfer hat. Nachbarn erzählten ihm von dem Schloss und seinen Bewohnern und so machte er seinen Einstandsbesuch.

Er schilderte mir die Eindrücke, die er bei seinem vierstündigen Besuch gewonnen hatte. Sie sind so, daß ich sie hier – mit seiner Erlaubnis und soweit ich mich noch daran erinnern kann – wiedergebe, weil sie sich doch deutlich von dem Eindruck unterscheiden, den ich aufgrund der Lektüre der diversen Beiträge zum Thema gewonnen haben, die ich im Netz gefunden habe.

Der Journalist hatte bei den Schlossbewohnern, mit denen er sprach, den Eindruck von Aussteigern, von nachdenklichen Menschen und Philosophen, die sich an der Entwicklung in Deutschland nicht mehr beteiligen wollen. Er sagte, daß er bei seiner Arbeit die Entwicklungen, vor denen diese Menschen „fliehen“, kennengelernt habe, und daß er für jeden Verständnis habe, der damit nichts zu tun haben wolle. (Wir sprachen in dem Zusammenhang beispielsweise von der jetzt ganz offiziellen Einführung der Internetzensur und von der Behandlung lebhafter Kinder, denen man den Stempel ADHS aufgedrückt hat.)

Ab und an habe er aufgrund der Wortwahl einen sektenähnlichen Eindruck gehabt, fühlte sich aber gleichzeitig an Treffen von Freimaurern, Esoterikern und Anarchisten erinnert. Auf die Information, das „Fürstentum Germania“ werde als rechtsextrem eingestuft, zeigte er sich sehr überrascht und meinte, daß er darauf keinerlei Hinweise gefunden hatte.

Der Journalist schränkte aber ein, daß sein Besuch auf Schloss Krampfer unvorbereitet und ohne jegliche Vorabrecherche erfolgt sei. Es könne also sein, daß er den einen oder anderen Hinweis übersehen habe, weil er nicht danach suchte.

Ich dachte, das sollte ich Euch nicht vorenthalten.

Eine Antwort to “Fürstentum Germania II”

  1. Andreas Says:

    Scheint doch so das mein erster Gedanke als Komentar unter Germania 1 die sache ziemlich genau getroffen hat…. denn die Grundidee ist schon viel älter wenn ich mich recht erinnere gab es ähnliches in der sog. 68er Generation auch schon mal, und dann später in der Gegend um Hamburg auch. Und vermutlich gabs das im Laufe der Geschichte Europas bestimmt auch andernorts und zu vergangenen Zeiten.

    Der Gedanke dahinter ist wohl „Ich hab die Schnauze voll von diesem korrupten System.“

    Leider bekommen solche Initiativen dann meist irgendwelche radikalen links oder rechtsgerichtete Unterwanderungen und lösen sich meist selber auf. Oder passen sich dem System irgendwann an. Dasselbe Prinzip war es auch bei der Gründung der Grünen wenn dieser Vergleich auch mehr als hinkt. ist es dennoch prinzipiell vergleichbar.

    Mein Kommentar ist gedanklich noch nicht ausgreift aber tendenziell stehe ich voll dahinter.

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