Brandenburger Wikingerschiffe – unterschiedliche Schicksale

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Zwei nachgebaute Wikingerschiffe bewegen derzeit die Gemüter mancher Brandenburger im Landkreis Havelland und in der Landeshauptstadt Potsdam: Die Freyja und die Kari. Letztere ist sogar zu verkaufen.

Unter der Überschrift „Sie schwimmt wieder“ konnte ich am 11. August in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) lesen, daß das nachgebaute Wikingerschiff „Freyja“ wieder Fahrt aufgenommen hat, nämlich auf dem Hohennauener See bei Semlin. Erspart blieb dem Schiff damit das Schicksal, als „Spielgerät“ an Land zu enden.

Der Einsatz des Schiffes wurde am 9. August mit einem Wikingerfest begangen … und ich werde jetzt nicht danach fragen, was Obelix auf einem Wikingerfest zu suchen hat. 😉

Ein ähnliches Schicksal wünsche ich auch dem Drachenboot „Kari“, doch müsste man es dafür zunächst dem Evangelischen Verein zur Förderung der Initiativen gegen Arbeitslosigkeit abkaufen.

Im Beitrag „Keine Chance für ‚Kari‘“ der Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) vom 4. August heißt es u.a. über das Schiff:

„… Zunächst hatten arbeitslose Jugendliche das Boot nachgebaut. Es handelt sich dabei um eine Kopie eines 1200 Jahre Wikingerschiffs des Gokstadt-Typs, das 1880 im norwegischen Sande-Fjord ausgegraben worden war. Auch für den Fährbetrieb sollten junge Arbeitslose eingesetzt und damit wieder in Lohn und Brot gebracht werden. Die eviga-Initiative war bei der Inbetriebnahme der Fähre im Mai 2003 von Ministerpräsident Matthias Platzeck und Oberbürgermeister Jann Jakobs (beide SPD) hoch gewürdigt worden. …“

Doch leider scheiterten die hochfliegenden Pläne jeweils an der Bürokratie, was auch im PNN-Kommentar „Sonnenschirme“ beklagt wird.

Gibt es nicht jemanden, der gute und sinnvolle Absichten mit der Kari hat, so, wie es der Freyja gegangen ist?

PS: In der PNN erschien am 9. August auch der Artikel „Selbst verschuldet“ zum Thema.

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