Germanen am Rande des Tagebaus

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„… Es war die Zeit der römischen Soldatenkaiser. Die Provinzen Germanien und Gallien waren hart umkämpft. In Rom wurde gerade die größte Therme aller Zeiten eröffnet und in die Lausitz gelangten Spangen, Medaillons, Geschirr aus Kupfer, Bronze, Eisen und natürlich zerhacktes Edelmetall. ‚Manches davon war damals schon antiquarisch‘, sagt Eberhard Böhnisch vom Landesamt für Denkmalpflege. Eine durchlöcherte Bronzescheibe entpuppte sich als Teil eines ‚Männerportraits aus dem keltischen Bereich‘. …“

Auch das „Neue Deutschland“ beschäftigte sich mit den Ausgrabungen im Tagebau Jänschwalde in der Brandenburger Niederlausitz, von denen ich bereits zweimal schrieb. („Germanische Werkstatt im Tagebauvorfeld entdeckt“ und „Gruben, Gräber und Gelehrte„)

In seinem Beitrag „Germanen am Rande des Tagebaus„, aus dem obiges lange Zitat stammt, schreibt Autor Klaus Muche völlig zu Recht: „… Was auffällt, ist der unbefangene Gebrauch der Bezeichnung ‚Germanen‘. … Es könnte sich um das antike Missverständnis handeln, dass die Römer alle Leute nördlich der Alpen Germanen nannten, ohne tief schürfende Betrachtungen über deren Sprachen anzustellen. …“

Blöd nur, daß ich bei solchen Äußerungen gerade in dieser Zeitung sofort an die alte Manie der DDR denken muss, möglichst überall Slawen zu „finden“, um sich bei den kommunistischen „Brudervölkern“ einzuschleimen. 😉

Besonders interessant finde ich aber Muches Hinweis auf das Buch zur Ausgrabung: „Ausgrabungen im Niederlausitzer Braunkohlenrevier 2007″, 292 Seiten, 14,50 Euro, zu beziehen beim Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum.

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