Hitlers „Gott“ war ein Monster

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… und er entsprang keiner neuheidnischen germanischen Religiosität.

Nach Erscheinen des Buches „Hitlers Theologie“ darf ich wohl nie wieder jemanden damit aufziehen, daß der Gröfaz nie aus der katholischen Kirche ausgetreten ist und daß sein „Drittes Reich“ seinen ersten völkerrechtlichen Vertrag mit dem Vatikan abgeschlossen hat und und und. Schade eigentlich 😉

Aber ich kann jetzt auch wissenschaftlich abgesichert meine Überzeugung vertreten, daß die (w)irren Ideen des Mannes aus Braunau nichts mit dem germanischen Heidentum zu tun hatten.

Adolf Hitler war zwar kein Theologe, doch in seinen Reden und sonstigen Äußerungen wimmelt es nur so von theologischen Anspielungen und Vokabeln, wenn er sich auf „Gott“ beruft, die „Vorsehung“ bemüht usw.. Professor Dr. Rainer Bucher, Leiter des Instituts für Pastoraltheologie und Pastoralpsychologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz, hat deswegen ein Buch über „Hitlers Theologie“ geschrieben. (Rezension des Buches von www.domradio.com)

Nun darf man einem katholischen Theologen sicherlich ein gewisses Interesse unterstellen, den Katholizismus zu entlasten. Es ist ja auch leicht zu erkennen, daß Hitler sehr vieles nicht dieser Religion entnommen haben kann. Aber auch für „uns Heiden“ fällt etwas dabei ab.

In einem Interview mit der Kirchenzeitung der Diözese Linz äußert sich Dr. Bucher wie folgt:

“ … Der Gott Hitlers hat mit dem Gott der Christen, dem gnädigen und verzeihenden Gott Jesu nichts zu tun, aber Hitler war kein Atheist. Und er war übrigens auch kein Anhänger einer neuheidnischen germanischen Religiosität, sondern er hatte sich selbst eine „Theologie“ gezimmert …“

(Das Interview findet man auch beim Humanistischen Pressedienst.)

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Eine Antwort to “Hitlers „Gott“ war ein Monster”

  1. broki Says:

    Ich denke, dass es sinnlos ist Hitler einen theologisches Grundprinzip zu unterstellen. Er ebenso in seinen theologischen Hintergründen, wie auch in vielen anderen Hintergründen, z.B. dem Prinzip des rein arischen Blutes (mein gott, er war selber nicht mal einer, nicht mal im entferntesten), des „nur der gesunde Mensch ist ein guter Mensch“, sich das zusammengesucht und seine Meinungen so ausgelegt, dass es zu seinem Vorteil war. Es ist doch klar, dass er den katholischen Glauben irgendwie in seinem Reichsbild intergrieren musste, denn die katholiken waren die am meisten vertretenden Gläubigen in Deutschland. Das er diese Glaubensrichtung integrieren musste, war unvermeitlich. So im nächstenm moment geht er in die Ägyptischemythologie und entnimmt dieser sein Machtsymbol und dreht das Hakenkreuz nur leicht auf die Seite. Denn im Ursprung war es eine Symbolik aus Agypten welches für reinheit und kraft stand. Oder das Bernsteinzimmer, er war eine ganze lange Zeit damit beschäftogt dieses zu finden. So geht es weiter durch die unterschiedlichsten Epochen. Er hat sich aus allen Religionen das ausgesucht, was seine Vormachtsstellung festigte oder im Bereich der Symbolik für ihn eine wichtige Aussage wiederspiegelte. Alles in allem hat er es in diesem Bereich wie in jedem anderen Bereich auch gemacht.

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