Das Julfest steht an

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… und hier ist schon einiges gelaufen. Zunächst einmal sind wir ja immer ein bißchen früher dran mit dem Schmücken des Julbaums. Das ist gestern abend schon passiert, da habe ich mir mit meinen Söhnen Zeit genommen und wir haben ein schönes Bäumchen noch schöner gemacht. Wir verwenden dazu übrigens die herrlichen Kugeln mit dem Irminsul-Motiv, die es beim Nordwelt-Versand gibt. Die Sonnenwende ist dieses Jahr am kommenden Samstag, 22.12., morgens früh. Julbaum
Von daher ist die jetzt kommende Nacht (auf Freitag) die Mütternacht, also die Nacht, in der man den Ahninnen Opfergaben ins Freie stellt, oder auch ein zusätzliches Gedeck beim Essen an einen leeren Platz stellt. Wir symbolisieren damit, daß die Ahnen quasi unsichtbar noch immer anwesend sind, denn ihre gesammelte Vergangenheit ist Teil unserer Gegenwart – wir sind, was wir sind, durch unsere Ahnen (zumindest zu einem großen Teil).

Am Freitagabend, zu Beginn der Sonnwendnacht, werden wir mit zwei weiteren Familien ein Julritual abhalten. Danach wird in lockeren Runde bis in den frühen Morgen gefeiert – es gibt u.a. ein Gulasch aus Pferde-, Lamm- und Schweinefleisch (und selbstgemachten Met).

Das Julfest dauert 12 Nächte, die „Weihenächte“, manche sagen auch „Rauhnächte“, wobei die Rauhnächte in meiner Auslegung die Zeit vor dem eigentlichen Julfest sind. Somit endet das Julfest am Morgen des 2. Januar 2008 – sinnigerweise auch gleich der Morgen, an dem ich wieder arbeiten muß.
Die Tages des Julfestes werden eher ruhig begangen, natürlich auch mit den üblichen Familienbesuchen zu „Weihnachten“, mit einem Konzertbesuch usw.

Im letzten Jahr hat Steve McNallen, Leiter der Asatru Folk Assembly, seinen Text bzgl. der „Twelve Nights of Yule“ in Tagesschnipsel geteilt und pro Festtag über die AFA-Bearclaw-Mailingliste verschickt. Ob er dies dieses Jahr auch macht, weiß ich nicht, aber ich fand die Gedanken-Anregungen sehr schön. (Nachtrag: Ja, die Texte werden über die Liste verschickt.)

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