Katholiken müssen missionieren

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Am vergangenen Freitag veröffentlichte die „Kongregation für die Glaubenslehre“ der römisch-katholischen Kirche, früher zuständig für die Inquisition, eine von Papst Benedikt XVI. genehmigte „Lehrmäßige Note zu einigen Aspekten der Evangelisierung„. Darin werden alle Katholiken an ihre Pflicht zur Missionierung erinnert.

Philipp Gessler schreibt in der taz unter der Überschrift „Härtere Gangart bei der Mission“ dazu u.a.:

„… Die Evangelisierung, im Wesentlichen mit Mission gleichzusetzen, wird nicht nur als Aufgabe und Recht der Christen beschrieben, sondern ausdrücklich auch als ihre ‚Pflicht‘. Dem ‚Missionsauftrag des Herrn‘ werde auch nicht gerecht, wer glaube, es wäre nur erlaubt, die eigenen Ansichten darzulegen und die Menschen einzuladen, nach ihrem Gewissen zu handeln, ‚ohne ihre Bekehrung zu Christus und zum katholischen Glauben zu fördern‘.“

„… Dennoch wird am Ziel festgehalten, dass am Ende alle Menschen weltweit Mitglieder dieser (römisch-katholischen – Anmerkung vom langen Heiden) Kirche sind: ‚Die Sendung der Kirche ist universal und nicht auf bestimmte Regionen der Erde begrenzt.'“

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz freut sich jedenfalls darüber, daß ihre Schäfchen mal wieder an ihre Pflichten erinnert werden, und nennen das Schriftstück einen „Appell für eine glaubwürdige Evangelisierung in der Welt von heute„, die auch in bereits christlichen Ländern durchzuführen ist.

Die taz macht sich vor allem Sorgen darüber, daß die Katholiken jetzt auch in christlich-orthodoxen und jüdischen Gebieten missionieren könnten.

Ich mache mir aber mehr Sorgen darüber, daß demnächst wir Heiden wieder stärker von katholischen Missionaren oder anderen evangelisierungswütigen Katholiken belästigt werden könnten. Nach den Erfahrungen vom letzten Mal könnte es sein, daß germanische Heiden darauf vergleichsweise unfreundlich reagieren.

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