Umschreiben der Wikingergeschichte nötig?

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Norwegische Archäologen haben in Borre in Vestfold in Norwegen die Standorte von zwei großen Hallen aus der Wikingerzeit gefunden. Nach Ansicht der Wissenschaftler ist Borre, das bereits als große Begräbnisstätte der späten Eisenzeit bekannt ist, damit auch als Machtzentrum ausgewiesen.

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rekonstruiertes Bild der „Königshalle“ in Borre

Die Ausmaße eine der Hallen, die mittels Georadar gefunden und vermessen wurden, sind mit etwa 40 Metern Länge für die damalige Zeit schon bemerkenswert. Die Hallen werden architektonisch als Vorläufer der bekannten norwegischen Stabkirchen eingeschätzt. (Allerdings konnte ich dem Artikel der Aftenposten nicht entnehmen, wie die Archäologen bei der berichteten Fundlage zu dieser Einschätzung kommen und weiß auch nicht, wie sie auf die vermutete Höhe der Halle von 12 bis 13 Metern kommen.)

Mit dem Fund dieser „Königshalle“ in Borre muss die bisher angenommene Rolle von Kaupang als alleinigem Machtzentrum des damaligen Norwegen wohl revidiert werden. Nach Ansicht der Archäologin Lena Fahre vom Midgard Historiske Senter versammelten sich Stämme aus ganz Nordeuropa für heilige Zeremonien in Borre.

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